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 Sommerleicht und erntefrisch auf den Tisch 
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Beitrag Sommerleicht und erntefrisch auf den Tisch
Sommerleicht und erntefrisch auf den Tisch


In den kommenden Sommermonaten empfängt uns die größte Vielfalt von Gemüse- und Obstsorten aus heimischem Anbau auf den Märkten. Während der wärmsten Zeit, sollte ein jeder leicht und bekömmlich sein Essen zubereiten. Salate, Gemüsemahlzeiten, Dips, kurzgebratenes Fleisch, Obstteller und der Kräutergarten bieten uns reichlich Material, dass wir schnell und einfach in unseren Küchen zubereiten können. Wer mag bei Wärme schon lang am Herd stehen?

Mit fettreduzierter Milch, frischen Früchten und ein wenig Zucker kann man die tollsten Erfrischungsgetränke herstellen und wenn dann noch die Müslischale mit Zerialien und Obst gefüllt hinzu kommt, ist ein kraft- und energiebringendes Frühstück das Ergebnis.

Jetzt bietet es sich doch an, auf Salate als Hauptmahlzeit zurückzugreifen. Lassen Sie bitte die Mayonnaise stehen, sie ist zu schwer und zu fettig für luftig leichte Sommerküchen. Joghurt, Zitronensaft, Zitronenzessen, Peffer, Salz und Zucker werden mit ein paar frischen, gehackten Kräutern versehen und gesellen sich gern zu den grünen Salaten. Aber auch Früchte wie Erdbeeren, Mango, Johannisbeeren sollte man ruhig auf den Salatteller zusätzlich geben.

Die Zuckerschote ist eine ideale Beilage und macht sich im Salat vorzüglich. Ob man sie als Kaiserschote, Kefe oder Zuckerschote bekommt, sie wird immer im Ganzen gegessen. Ihre Hülle ist im Gegensatz zu anderen Hülsenfrüchten, wie die Erbse, genießbar und schmeckt süßlich-aromatisch. Vitamin C, K und Folsäure sowie ihr Reichtum an Ballaststoffen machen sie auf unserem Speiseplan zu einer gesunden Kost. Nehmen Sie ruhig die kleineren Schoten, sie sind zarter und ein wenig süßer. Wenn die Schoten nicht knackig und leuchtend grün sind, lassen Sie sie lieber liegen und braune Stellen sollten sie schon gar nicht zieren. Sie halten sich allerdings nur ca. 2 Tage eingewickelt in einem feuchten Geschirrtuch im Kühlschrank. Soweit es geht, vermeiden Sie das und bereiten dieses Gemüse immer gleich zu.

Die zarten Schoten werden gewaschen, von den Blüten- und dem Stielansatz befreit und eventuell vom Faden erlöst. Vier bis sechs Minuten dünsten sie in etwas Wasser, dass mit Salz, Zucker und Butter versehen ist. Jetzt fehlt nur noch das Fleisch, der Fisch, eine Getreideboulette oder ein Geflügelstück dazu und mit einem Kräuterbrot zusammen ist die Mahlzeit perfekt. Frische Kräuter wie Petersilie oder Kerbel verfeinern ihren Geschmack.

Im Salat empfehle ich, die Zuckerschoten nur drei Minuten zu dünsten und anschließend abzuschrecken. So kann man sie getrost zu Blattsalaten mit gedünsteten jungen Möhren und einer Vinaigrette gemischt servieren. Der Spargel freut sich, ihre Bekanntschaft im Salat zu machen. Ciabatta und Lachs dazu und die leichte Sommermahlzeit ist perfekt.

Wenn Ihre Küche mit einem Wok ausgestattet ist, sollte, wie in Asien beliebt, die Zuckerschote mit anderem Gemüse der Saison bissfest gegart serviert werden. Auch in den würzigen Suppen mit Glasnudeln und Sojasprossen macht sie eine gute Figur.

Zu ihrem kräftigen Grün und dem süßlichen Geschmack passt die junge, knackige Möhre frisch vom Markt. In diesen Wurzeln stecken viele wichtige Vitamine und Mineralstoffe wie Kalium, Eisen und Kalzium, Folsäure, B1, B2, C und E. Besonders hoch ist der Gehalt an Betacarotin einer Vorstufe von Vitamin A. Tun Sie ihren Augen und ihren Zellen was Gutes, denn das Betacarotin schützt die Zellen vor freien Radikalen und ist gut für unsere Sehkraft. Damit unser Körper dieses fettlösliche Betacarotin aufnehmen kann, sollten Möhren immer mit ein wenig Speisöl, Butter oder gehackten Nüssen verarbeitet werden.

Im Kräuterbuch von Jacobus Theodorus "Tabernaemontanus" anno 1625 http://www.kraeuter.ch/ findet man so manch guten Nutzen dieses Gemüses: „Jtem den schwachen Mannspersonen die zu den ehelichen Wercken ungeschickt seynd/ dessgleichen den erkalten unfruchtbaren Weibern/ unnd machen den Seugammen viel Milch/ dienen wol den magern Leuten/ dann sie geben ziemliche gute Nahrung/ und machen feyst/ und den Leib zunemmen.“

Knackig und mit noch frischem Grün darf eine frische Möhre in den Einkaufskorb gelangen. Zwei bis fünf Tage hält sie es maximal im Gemüsefach aus, doch ich rate Ihnen lieber, sie immer ganz frisch zu genießen. Vergessen Sie nicht, das Grün vor dem Lagern zu entfernen. Es entzieht der Möhre Feuchtigkeit.

Das Schälmesser können Sie bei jungen Möhren getrost weglassen. Gut gewaschen mit einer Bürste und wenn möglich im Ganzen zubereitet, darf sogar ein wenig Grün vorhanden sein. Die Möhren sehen dann besonders appetitlich aus. Und für denjenigen, der es noch nicht wusste, das frische Kraut der jungen Möhren darf gehackt werden und kommt so unter das fertige Essen oder als Deko darüber.

Genießen Sie die Möhren mal roh im Salat oder lieber als Snack zu einem frischen Dip. In den meisten Küchen landet sie allerdings im Kochtopf oder in der Pfanne und füllt unsere Teller im gedünsteten Zustand als Beilage oder als Einlage in Suppen kombiniert mit Kartoffeln oder anderem Gemüse. Aus einem Kartoffelbrei wird mit ihr zusammen ein Möhren-Kartoffel-Püree, dass mit frischen Kräutern gewürzt die Speisekarte ergänzt. Kohlrabi, Kartoffeln und Möhren zusammen ergeben einen leckeren Auflauf und in der Pfanne mit Hackbällchen ein komplettes Gabelgericht.

Im Sommer erfrischt ein Orangen-Möhrensaft die trockenen Kehlen und für die Kaffeetafel darf sie ruhig mal als Rührkuchen den Tisch zieren. Die Möhren- oder Rüblitorte ist schnell gemacht, sehr saftig und einfach lecker.

Wussten Sie schon, dass "die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) die Aufnahme von 30 Gramm Ballaststoffen täglich empfiehlt?" Kombinieren Sie ruhig die ballaststoffreichen Gemüse zusammen mit Zartweizen, der in 100 Gramm bereits 20 % Ballaststoffe liefert. Er gehört zu dem ältesten Nahrungsmittel der Welt und seine Spur lässt sich fast 10.000 Jahre zurückverfolgen. Wir kennen zwei Sorten, den Weichweizen aus dem Mehl, Brot und Backwaren entstehen, den Hartweizen für die typische italienische Pasta. Doch vorgekocht weiß man im mediteranen Bereich noch mehr damit anzufangen. Er wird zu einem kulinarischen Allroundtalent. Schnuppern Sie dafür mal in unserer Rezeptdatenbank in der sich einige Anregungen mit Zartweizen für die Sommerküche befinden.

Durch die schonende Verarbeitung des Hartweizens zum Zartweizen behält er alles Gute des natürlichen Weizenkorns. Er enthält z.B. fast 70 % komplexe Kohlenhydrate, wichtige Mineralstoffe und Vitamine.

Er macht sich auch gut zu zartem Hühnchenfleisch mit feinen Champignons, buntem Gemüse mit würzigem Feta oder zur herzhaften Salami mit saftigen Fleischtomaten. Schnell, unkompliziert macht er sich bei der Zubereitung und erleichtert uns Genießern das Kochen mit Pfiff. Lust und Laune, die unterschiedlichen Kreationen auszuprobieren?


Die neuesten Meldungen aus dem Feuillton der Küchen: Eine Knolle erobert Deutschlands Küchen! Neugierig?


Sie sieht aus wie Ingwer, wird wie eine Kartoffel zubereitet und erinnert geschmacklich an Artischocken. Das alte Gemüse Topinambur ist die kulinarische Wiederentdeckung des Jahres. Vor über 400 Jahren gelangte Sie durch französische Seefahrer über den Atlantik hinein nach Europa und wurde schnell die Delikatesse an den Fürstenhöfen. Innerhalb weniger Jahre baute halb Europa diese Knolle an. Ihr verdankten viele Menschen im Laufe des 30jährigen Krieges ihr Leben, da sie nicht des Hungers leiden mussten.

Die Kartoffel kannte noch niemand, sie sollten die Europäer erst 100 Jahre später kennen lernen und solange galt die Topinambur als das beliebteste Gemüse auch bei uns in Deutschland. Vieler Orts wurde sie "Erdartischocke, Erdapfel, Erdsonnenblume oder sogar Diabetikerkartoffel" genannt. Durch diese Bezeichnungen spiegelte sich ihre Vielfalt in der Küche wieder. Sie hat nur halb soviel Kalorien wie die Kartoffel, aber das sechsfache an Ballaststoffen und mehr als das neunfache an Eisen. Der Ballaststoff "Inulin" ist für Diabetiker wichtig und vor allem quillt er im Magen auf und verhindert somit Heißhungerattacken. Also das ideale leichte Sommergemüse. Heute noch entdecken Forscher noch mehr Pluspunkte der kleinen Knolle. Die TU-Berlin fand zahlreiche Bioaktivstoffe in ihr wie z.B. die Poliyphenole - Zellschutzfaktoren, die als entzündungshemmend und antiallergen gelten. Die Mikrobiologin Dr. Brigitta Kleeßen an der Uni Leipzig sagt: "Mit der Topinambur steigt die Anzahl der nützlichen Bakterien im Dickdarm."

Kaufen Sie sie nur mit unversehrter Schale, da sie sehr empfindlich ist und sehr dünn. Die hellschaligen Sorten sind aromatischer und schmecken leicht nussig. Ihre Lagerungszeit ist kürzer als bei Kartoffeln und eingepackt im Gemüsefach hält sie höchstens eine Woche.

Fast jedes Gericht, dass mit Kartoffeln bereitet wird, kann auch mit Topinambur zubereitet werden. Sie eignet sich für Pürees, Gratins, Suppen oder Salate, als Gemüsebeilage zu Fleischgerichten und auch für Pommes Frites. Sie kann roh, gegart und ungeschält genossen werden und durch ihren besonderen Geschmack, werden Gerichte auch ohne Fleisch herzhaft und lecker. Greifen Sie zu, wenn sie im Markt angeboten wird. Einen Tipp muss ich noch loswerden: Topinambur ist nicht zum Gefrieren geeignet!

Und zu dieser alten Sorte würden sich frische Bohnen hervorragend machen. Auch sie kann man gegart in Salaten oder als warme Mahlzeit genießen. Insgesamt gibt es 100 verschiedene Bohnensorten, die mehr oder weniger beliebt sind. Allein in Deutschland werden jährlich rund 60 Tsd. Tonnen Buschbohnen und 7 Tsd. Tonnen Stangenbohnen geerntet. Neben dem hohen Eiweißgehalt (etwa 22 Prozent) liefern frische grüne Bohnen eine ganze Menge Vitamin C, außerdem relativ viel Kalzium (106 Milligramm pro 100 Gramm). Sie zählen zu den nitratärmsten Gemüsen.

Einen Nachteil hat das Gemüse, es entwickelt sich doch reichlich unangenehm, wenn es erst mal den Weg der Verdauung eingenommen hat. Gegen die Gasbildung im Darm helfen dann Gewürze wie Kreuzkümmel, Koriander, Rosmarin, Bohnenkraut oder Senfkörner. Sie verhindern zwar nicht die Winde, aber sie lockern den Darm, damit es nicht schmerzt. Das erinnert mich gleich daran, was ich über das Aprikosenöl gefunden habe. Nicht nur, dass wir die Früchte im Sommer genießen können, nein auch aus den Kernen kann man ein Öl gewinnen. Im Kräuterbuch von Jacobus Theodorus "Tabernaemontanus" anno 1625 http://www.kraeuter.ch/ fand ich folgende Anwendung: „ Auss den Kernen presst man ein Oel/ welches sehr nutz zu den hitzigen Geschwülsten dess Afftern unnd gülden Ader/ zu külen und Schmertzen miltern. Wirdt auch gebraucht wider das Wehethumb der Ohren und Nasen von Hitz/ unnd wider die Schrunden der Brüst.“

Wozu doch so manches Gemüse und Obst gut sein kann. Leider kann nicht jeder sich glücklich schätzen, einen eigenen Obstgarten zu besitzen. Erkundigen Sie sich, ob in ihrer Nähe für Selbstpflücker das Obst der Saison angeboten wird. Zum einen ist es gesund, sich an der frischen Luft aufzuhalten und der wesentliche Teil dabei, ist die Kostenersparnis. Zwischen 2 und 3 Euro pro Kilogramm kann man da schnell sparen, wenn z.B. die Kirschen selbst gepflückt werden.

Sie haben die Wahl zwischen den Süßkirschen (Tafelkirschen) als knackiges Frischobst und den sauren Sorten, die in Kuchen, im Dessert, als Konfitüren und Saft, als Liköre und Wein als Aromaspender ihren Einsatz finden. Bei den Süß- und bei den Sauerkirschen gibt es verschiedene Sorten, die sich in der Farbe und Größe unterscheiden. Kreuzungen zwischen beiden werden "Bastardkirschen" genannt; zu ihnen gehören "Süßweichseln" und "Glaskirschen". Kaufen Sie nur voll ausgefärbte, feste und glänzende Kirschen mit Stil und ohne Verletzungen. Weder reifen Kirschen nach noch mag man sie daheim ausgeblutet genießen.. Kirschen sind reich an Vitaminen und Mineralstoffen. Der hohe Kaliumgehalt wirkt entwässernd. Kirschen enthalten reichlich Fruchtzucker und Fruchtsäuren; ebenso Pektine. Die Kirschsteine enthalten geringe Mengen Blausäure und sollten deshalb nicht mitverzehrt werden.

Heben Sie die Kirschkerne ruhig auf, denn gut gereinigt und getrocknet kann man sie in einem Leinen- oder Baumwollstoff eingenäht zum Wärmen gut nutzen. Dazu wird das Kirschkernkissen auf der Heizung oder in der Microwelle erwärmt.

Haben Sie Lust auf einen leckeren Obstsalat? Dazu nehme ich gern die schwarzen Johannisbeeren hinzu. Sie sind mit das gesündeste Beerenobst und können für die Wintermonate als Gelee, Saft oder Sirup haltbar gemacht werden und einen selbstgemachten Süßmost stellt man fast schon in den Medizinschrank. Likörchen gefällig? Crème de Cassis wird aus der schwarzen Johannisbeere hergestellt.

Im Laufe des Sommers gesellen sich immer mehr reife Beerensorten hinzu. Die Stachelbeere, Brombeere, rote Johannisbeere oder die Holunderbeere bei der man auch die Blütendolden essen kann. Gut gewaschen in Teig getaucht und fritiert legt man sie zum Johannisbeergelee und den frischen Melissenblättern. Holunderbeeren dürfen nur verarbeitet genossen werden wie z.B. zu Suppen, Saucen, Kaltschalen, Kompott, Quarkspeisen, Torten, Gelee, Konfitüre, Saft, Likör und anderem mehr. Und im Spätsommer kann man sie mit Äpfeln, Birnen und Pflaumen mischen.

Als Heilmittel waren die Holunderbeeren schon früher in aller Munde. Hippokrates, Theophrast, Dioscurides und Plinius kannten ihre Wirkung und setzten sie als Heilmittel ein. Dioscurides beispielsweise empfiehlt die Pflanze bei Wassersucht, als Abführmittel, bei Augenkrankheiten gegen Schlangen- und Hundebisse und auch als Haarfärbemittel. Hieronymus Bock weiß zu berichten: "Holder inn leib genüzt / ist einer krefftigen außtreibenden Natur... / treibt auß die Wassersucht mit gewalt /... Etliche machen ein guten Essig aus Holder blüet."

Und da ich gerade richtig Appetit beim Schreiben bekomme, genieße ich nebenbei gleich ein Beeren-Dessert, das ich gerne mit Ihnen teile:

Stachelbeer-Sahne-Dessert

· 500 g Stachelbeeren putzen, waschen, mit
· 100 g Zucker im Mixer pürieren
· ¼ l Sahne steif schlagen, unter die Stachelbeermasse heben. Zum Garnieren etwas von der Sahne übrig lassen. Dessert in gekühlten Gläsern anrichten und sofort servieren.



Pflaumen und besonders Zwetschgen sind sehr vielseitig, deswegen freue ich mich schon darauf, Ihnen ein wenig darüber zu schreiben. Übrigens unterscheidet man weltweit mehr als 2.000 Sorten. Der Pflaumen-Zipfelfalter könnte Ihnen beim Pflücken der Pflaumen als Raupe begegnen. Bedenken Sie dann, dass daraus ein wunderschöner Falter wird, der den Beobachter in Verzückung bringt und dem man gern ein paar Pflaumen opfert.

Der Verwendung von Pflaumen sind nahezu keine Grenzen gesetzt. Frisch vom Baum in den Mund oder wie ich sie liebe, als Zwetschgenknödel auf Brot als Mus oder Konfitüre. Zwetschgen gelieren hervorragend und wer schon mal Mus gekocht hat, weiß, dass 50 g Zucker für 1 kg Zwetschgen reichen. Frisch auf einem Hefeteig dicht an dicht gesetzt und mit etwas Zucker bestreut, wird ein saftiger Zwetschgenkuchen, dessen Saft geliert ist, auf der Kaffeetafel seinen Platz finden.

Rindergulasch oder Braten mit Backpflaumen bekommen eine herzhaft/süße Variante an Saucen. Wie wäre es, sie dann noch mit Chilli zu schärfen? "Fernsehkoch Vincent Klink beispielsweise empfiehlt Geflügellcurry mit Zwetschgen. Köstliche Alternativen: Lammschulter mit Kurkuma und sauren Pflaumen geschmort oder gebratene Pflaumen-Gnocchi mit Salat.“

Bekannt sind Zwetschen und Pflaumen für ihre verdauungsfördernde Wirkung. Diese Wirkung der Früchte bleibt auch in gedörrtem Zustand erhalten. Man unterscheidet bei diesem Steinobst fünf Gruppen: neben den Pflaumen und Zwetschgen gehören auch die Exoten der "Pflaumenfamilie" Reineclauden, die Mirabellen und die Japanischen Pflaumen dazu.

Wenn Sie jetzt Lust auf frische Zutaten bekommen und nebenbei ihren Einkaufszettel schreiben, denken Sie immer daran, dass man die meisten Obst und Gemüsesorten einfrieren kann und somit das ganze Jahr was von hat. Billiger ist es während der Saison außerdem noch.

Ich wünsche Ihnen aus der Forumsküche einen leichten und angenehmen Sommer, in dem ich Sie gern weiterhin mit meinen Kochtipps verwöhnen möchte. Bleiben Sie gesund, haben Sie stehts ein Lächeln im Herzen und einen guten Appetit aller seits.


Liebe Grüße aus der Forumsküche

Ihre Küchenchefin Tina

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Autor: Bettina Vetter
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Aktueller geht’s nicht – Winterzwiebel zu Sommersalat


Bei den Zwiebeln ist es fast ein bisschen wie in der Mode – Genießer und
Fashion-Fans dürfen sich jeweils auf die neue Winter- und Sommerkollektion
freuen. Und das Schöne daran ist: Die aktuellen Winterzwiebeln aus
heimischem Anbau sind dieses Jahr bereits im Juni frisch zu haben.


„Wie alle Kulturen sind auch die Winterzwiebeln dieses Jahr wegen der
warmen Witterung drei Wochen früher reif“, erklärt Andrea Schneider vom
Fachverband Deutsche Speisezwiebel e.V. in Mainz. Winterzwiebeln
kommen hierzulande in der Regel Ende August beziehungsweise Anfang
September in die Erde und stehen dann den ganzen Winter auf dem Acker.


Sommerzwiebeln dagegen werden von Februar an ausgesetzt und sind ab
Spätsommer frisch zu haben. Generell sind Winterzwiebeln etwas milder im
Aroma als die Sommervarianten. Sie enthalten vergleichsweise mehr
Wasser, schmecken dadurch saftiger und frischer – ideal also für knackige
Sommersalate.


Speisezwiebeln gibt es in etwa hundert Arten, Formen und Schärfegraden,
da kommt kulinarisch keine Langeweile auf. Die vielfältigen Scharfmacher
wissen die Deutschen zu schätzen: 93 Prozent greifen beim Kochen gerne
zu Allium cepa, wie das Zwiebelgewächs botanisch heißt. Pro Kopf macht
das hierzulande zwischen sechs und sieben Kilo Zwiebeln pro Jahr. Und
kaum zu glauben: Bei jedem zweiten deutschen Gericht soll die Zwiebel mit
im Spiel sein. Grund genug, die beliebte Würze immer vorrätig zu halten, am
besten trocken und dunkel bei sechs bis zehn Grad, aber nicht im
Kühlschrank, denn dort ist es zu feucht. Und was tun, wenn oben bereits
Zwiebelgrün zu sehen ist? Tipp von Expertin Schneider: „Zwiebelgrün lässt
sich wie Schnittlauch einsetzen, das ist kein Anzeichen für Verderb.“ Beim
Einkauf sollten sich Zwiebeln fest anfühlen und trocken sein. Letzteres lässt
sich leicht testen. Wer die Packung an einem Zipfel anhebt, muss es
rascheln hören.


In der Küche erweisen sich die weißen Zwiebeln als ideal für Gerichte, wie
helle Saucen oder Cremesuppen, bei denen ein milder Zwiebelgeschmack
erwünscht ist. Rote Zwiebeln sind mit ihrer attraktiven Farbe geradezu
prädestiniert, um sich optisch in Szene zu setzen, wie bei Salaten. Gelbe und
braunschalige Zwiebeln gelten als Universalzwiebeln, die überall zum Einsatz
kommen können, wo Zwiebeln gefragt sind. „Zum perfekten Schneiden ist ein
scharfes Messer unabdingbar“, rät Küchenmeister Bernd Brunkhardt, der
beim Verband der Köche Deutschlands e.V. Seminare leitet. Ein glatter
Schnitt ist wichtig, um die Zwiebelzellen nicht zu zerquetschen. So behalten
sie ihren arteigenen Geschmack und werden nicht bitter. Für Speisen, bei
denen der Zwiebelgeschmack eine sekundäre Rolle spielt, dennoch aber im
Hintergrund mitschwingen soll, empfiehlt der Profikoch, die Zwiebeln zu
blanchieren. Dazu die Zwiebelwürfel ganz kurz entweder in der heißen
Pfanne in Öl anschwitzen oder in einem Sieb in kochendes Wasser tauchen.


Ein Trick für knusprige Röstzwiebeln lautet, die Zwiebeln vor dem Anbraten in
Mehl zu wenden. Wichtig: Das Fett muss gut heiß sein, sprich sich kräuseln.
„Wenn ich Zwiebeln nur ganz zart anbraten will, darf das Fett auch kühler
sein.“ Auf keinen Fall dürfen die Zwiebeln schwarz werden, da sie sonst bitter
schmecken. Ungewöhnlich und raffiniert: der Zwiebelsalat von Küchenleiter
Brunkhardt. Dazu verschiedene Sorten Zwiebeln kurz blanchieren, mit
Balsamessig, etwas Salz und kalt gepresstem Rapsöl anmachen, zuletzt ein
paar rote Pfefferkörner und sehr fein geschnittenes Schnittlauch hinzufügen.


Ebenfalls köstlich: Rote Zwiebelmarmelade, die laut Brunkhardt ganz
hervorragend als Dip zu pikanten Gerichten, zu Steaks oder Lamm mit
Senfkruste schmeckt. Die Zubereitung ist einfach: Rote Zwiebelwürfel in Öl
anschwitzen und mit etwas Essig und Zucker einkochen, so dass noch
Stücke zu erkennen sind. Beruhigend zu wissen: Während in der Mode die
jeweiligen Kollektionen schnell überholt sind, liegen Zwiebeln immer im Trend
und sind das ganze Jahr über frisch aus heimischem Anbau zu haben.


Vital-Wraps mit Zwiebeln, Pilzen und Sprossen

Die haben’s in sich: Für die Wraps eine Zwiebel und 300 Gramm Pilze nach Wahl
nacheinander in heißer Butter anbraten und würzen. Dann eine klein geschnittene
Frühlingszwiebel, zwei Tomaten und 100 Gramm Sprossen aus der
Kühltheke unterheben. Gehackte Petersilie zufügen und in Wraps oder
kleine Crêpes füllen.

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Quelle Text: CMA-Verbrauchertipp 13/26/07
CMA Centrale Marketing-Gesellschaft der deutschen Agrarwirtschaft mbH
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Di 27. Mai 2008, 11:49
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Beitrag Re: Sommerleicht und erntefrisch auf den Tisch
Joghurt ist nicht gleich Joghurt

Von cremig mild bis säuerlich über fruchtig, pur, stichfest, gerührt oder auch trinkfähig reicht die reichhaltige Angebotspalette bei Joghurt. Kaum ein anderes Sauermilchprodukt ist in vergleichbarer Vielzahl an Geschmacksvarianten erhältlich.
Joghurt enthält alles Gute der Milch, angefangen von hochwertigem Eiweiß, Vitaminen bis hin zu Knochen aufbauendem Calcium. Ein 200-Gramm-Becher deckt die für Jugendliche und Erwachsene empfohlene Tageszufuhr an Calcium zu einem Viertel. Als besonders vorteilhaft erweist sich die Kombination Milchsäure plus Calcium: Die Milchsäure im Joghurt fördert die Aufnahme von Calcium und bringt darüber hinaus auch noch die Verdauung in Schwung. Entgegen dem früheren Irrglauben, wird Milchsäure vom Körper komplett verwertet; links drehende Milchsäure genauso wie rechtsdrehende Milchsäure, nur etwas langsamer. Für Kaloriensparer zum Vergleich: Joghurt natur mit einem Fettgehalt von 3,5 Prozent kommt auf zirka 66 Kilokalorien, in der fettarmen Variante auf 50, Magermilchjoghurt auf 37 und Sahnejoghurt auf 120 Kilokalorien.

Milch plus Bakterienkulturen lautet das Geheimnis der Joghurtherstellung. Aus Milchzucker entsteht durch Bakterien Milchsäure, die für angenehm-spritzige Säure im Joghurt sorgt und das Eiweiß der Milch feinflockig gerinnen lässt. Milder Joghurt
verdankt seinen Geschmack speziellen Bakterien, die den Joghurt nur dezent säuern. Stichfester Joghurt säuert und reift im Becher, gerührter Joghurt wird nach der Säuerung in riesigen Tanks gerührt und danach in Becher abgefüllt.

Joghurt lässt sich meist auch dann noch gut verwenden, wenn das Mindesthaltbarkeitsdatum abgelaufen ist. "Schlimmstenfalls schmeckt er saurer und spezifische Eigenschaften sind nicht mehr so ausgeprägt", weiß Dr. Knut Werkmeister vom Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit. Nach der Kennzeichnungsverordnung bedeutet das Mindesthaltbarkeitsdatum nicht Verderb, sondern das Produkt muss bis zu diesem Zeitpunkt seine spezifischen Eigenschaften aufweisen. Bei einem probiotischen Joghurt ist das die Anzahl an wirksamen Keimen, die er bei Verlassen der Produktion hat. Optimal lagert Joghurt im Kühlschrank bei acht Grad, so der Experte. Zum Einfrieren ist er nicht geeignet.

Der Pro-Kopf-Verbrauch liegt laut ZMP Zentrale Markt- und Preisberichtstelle GmbH 2007 voraussichtlich bei 17,5 Kilogramm pro Jahr. Im Jahr 2002 löffelten die Deutschen noch 15,5 Kilogramm pro Kopf. "Der Verbrauch ist bei Joghurt ganz klar steigend", fasst Diana Hellebrand von der ZMP die Entwicklung zusammen. Im Kühlschrank der Verbraucher dominiert zu zirka zwei Drittel der Fruchtjoghurt, das restliche Drittel entfällt auf Naturjoghurt. Trinkjoghurt ist davon ausgenommen.

"Joghurt schmeckt nicht nur gut, er ist durch seine Inhaltstoffe auch ein idealer Snack für Zwischendurch und eignet sich natürlich auch als leichter und frischer Nachtisch", erklärt Senior Produkt-Managerin Viola Steinbis von der CMA Centrale
Marketing-Gesellschaft der deutschen Agrarwirtschaft mbH. Im Trend liegen funktionelle Joghurtsorten, Produkte mit so genanntem Zusatznutzen wie beispielsweise eine verdauungsfördernde Wirkung. Darüber hinaus tritt der Saisongedanke stärker in denVordergrund: Bratapfel-Marzipan-Joghurt im Winter, zitronig-frische Sorten im Sommer. Auch Convenience-Aspekte spielen bei den Verbrauchern eine immer größere Rolle. Joghurt to go, sprich wieder verschließbarer Trinkjoghurt, erfüllt perfekt den Wunsch nach einer kleinen, unkomplizierten Mahlzeit für unterwegs. Zudem lässt sich Joghurt vielseitig in der Küche einsetzen, ob im Dip oder Dessert, für Saucen, Suppen oder im Mixgetränk.

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Pilze immer erst zum Schluss salzen

Attraktiv und abwechslungsreich - Kulturspeisepilze haben kulinarisch viel zu bieten: Shiitakepilze bestechen durch ihren aromatischen Pilzgeschmack mit feiner Knoblauchnote, Champignons schmecken nach Nüssen, Austernpilze wildpilzartig. Doch für Aroma und Konsistenz ist entscheidend: Pilzgerichte immer erst zum Schluss würzen. Denn vorheriges Salzen macht die Pilze zäh. Ähnlich den Wildpilzen verlieren auch Kulturspeisepilze aufgrund des hohen Wassergehalts und ihrer zarten Struktur rasch an Aroma und verderben schnell. Daher sollten sie beim Einkaufen behutsam behandelt werden, um Druckstellen durch Erschütterungen zu vermeiden. Nach dem Einkauf gehören sie sofort in den Kühlschrank. Dort sind sie luftig und locker in einer weiten Schale oder einem Spankörbchen im Gemüsefach am besten aufgehoben. Als ungeeignet erweisen sich luftdichte Plastiktüten, denn diese fördern die Bildung von Kondenswasser und damit den Verderb. Bei verpackten Pilzen sollte aus diesem Grund die Folie immer entfernt werden. Frische Pilze halten sich nur wenige Tage. Grundsätzlich ist es am besten, sie möglichst rasch zu verarbeiten. Auch beim Putzen wollen Pilze sanft behandelt werden. Sie saugen sich mit Wasser voll und verlieren dadurch ihr Aroma. Daher am besten nur mit einem feuchten Tuch vorsichtig abreiben oder mit einem weichen Pinsel reinigen. Zuchtpilze sind in der Regel ohnehin kaum verschmutzt. Zart gebraten schmecken Pilze am aromatischsten.

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Obst & Gemüse - besser mit oder ohne Schale?

"Obst wie Apfel, Birne oder Pfirsich sollte immer mit der Schale verzehrt werden", empfiehlt Dr. Bernhard Watzl vom Max Rubner-Institut, Bundesforschungsinstitut für Ernährung und Lebensmittel in Karlsruhe. Bei Gemüse hängt dies stark von der
Gemüseart ab, doch gilt auch hier die Regel: Die äußeren Blätter beziehungsweise die Randschichten weisen die höchsten Gehalte an sekundären Pflanzenstoffen auf.

Apfelschale enthält im Vergleich zum Fruchtfleisch 70 Mal mehr Quercetin, einem sekundären Pflanzenstoff aus der Gruppe der antioxidativ wirkenden Flavonoide. Ähnliches lässt sich bei Birnen und Quitten, aber auch bei Gemüse beobachten: Die Haut von Tomaten beispielsweise punktet mit 63 Milligramm Quercetin pro Kilogramm, während im Fruchtfleisch nur 0,1 Milligramm stecken. Der Unterschied im Mengenverhältnis zwischen Schale und Fruchtfleisch kann je nach sekundärem Pflanzenstoff sowie Obst- und Gemüseart bis zu 100 Prozent betragen, so Experte Watzl. Mit anderen Worten: Wer Obst oder Gemüse schält, entwertet es weitgehend. Dies gilt auch für das Entfernen der äußeren Blätter. So warten die äußeren Blätter von Kopfsalat mit 60 Milligramm Quercetin pro Kilogramm auf, die inneren Blätter mit nur 3,4 Milligramm.

Nicht nur sekundäre Pflanzenstoffe, auch Vitamine, Mineralstoffe und Ballaststoffe finden sich konzentriert in Schalen und Randschichten. Ein weiterer Grund, Obst und Gemüse immer frisch und ausgereift, regional und je nach Saison einzukaufen, nicht zu lange zu lagern und soweit wie möglich mit Schale zu essen. Bei Spargel kommt man um das Schälen nicht herum, andernfalls ist er extrem faserig. Es genügt aber, ihn dünn und bei grünen Exemplaren lediglich das untere Drittel zu schälen. Bei Karotten, jungen Kohlrabiknollen, Rettichen, Mairüben oder Broccolistängel kann man sich das Schälen sparen, allerdings sollte man sie vor dem Verarbeiten mit einer Gemüsebürste unter fließendem, lauwarmem Wasser sorgfältig säubern. Pastinaken und Petersilienwurzeln ebenfalls erst abbürsten, dann eventuell mit einem Messer vorsichtig dünn abschaben, um nur die äußere Schicht abzunehmen.

Gründliches Waschen ist bei Gurken und Zucchini in der Regel ausreichend, bei sehr großen Zucchini kann die Schale allerdings sehr fest sein, und es empfiehlt sich, diese zu entfernen. Äpfel, Birnen, Aprikosen und Pfirsiche sollten unter fließendem,
lauwarmen Wasser gründlich gewaschen, anschließend mit einem sauberen Küchentuch oder mit Küchenkrepp getrocknet werden - und schon steht dem fruchtigen Genuss nichts mehr im Weg.

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Text von CMA Centrale Marketing-Gesellschaft der deutschen Agrarwirtschaft mbH
Verbrauchertipps 12/24/08:
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Mo 9. Jun 2008, 11:57
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Beitrag Re: Sommerleicht und erntefrisch auf den Tisch
Hopfen: Dem grünem Gold auf der Spur

Hochsaison für Hopfenbauer: Denn in diesen Tagen beginnt hierzulande die
Ernte des grünes Goldes, wie Hopfen auch genannt wird.

Hopfen ist eine Pflanze der Superlative. „Fast mit bloßem Auge kann man
zuschauen, wie schnell Hopfen in die Höhe schießt. Bei günstiger Witterung
windet sich das Lianengewächs 30 Zentimeter pro Tag nach oben, in
70 Tagen erreicht es durchschnittlich sieben Meter. Das schafft in unseren
Breitengraden keine andere Pflanze“, berichtet Dr. Christoph Pinzl, Leiter des
Deutschen Hopfenmuseums in der Hallertau. Einzigartig ist auch das
goldgelbe Pulver, das Lupulin, das nur in Hopfendolden zu finden ist. In
Lupulin stecken rund 100 Bitterstoffe und über 300 verschiedene
Komponenten ätherischer Öle, die dem Bier seinen charakteristischen,
würzigen Geschmack verleihen.

„Hopfen findet sich in Siedlungsresten seit der Steinzeit“, so Dr. Pinzl.
Vermutlich nutzten ihn die Menschen damals als Heilmittel, sicherlich aber
nicht zum Bierbrauen. Denn die Karriere des Hopfens als Bierwürze begann
sehr viel später. Erst im Mittelalter entdeckten Mönche eher zufällig, dass das
Hanfgewächs Bakterien fernhält und damit das Bier natürlich haltbar macht.
Der Löwenanteil der Hopfenernte kommt ins Bier, das sind über 95 Prozent
des weltweit angebauten Hopfens. „Ohne Hopfen würde Bier seltsam
schmecken“, erklärt Dr. Pinzl, der als Bier-Sommelier auch Seminare zum
Biergenuss anbietet. Hopfen bringt die besondere Note ins Bier. Je nach
Sorte kann sie fruchtig, blumig, citrusartig bis hin zu grün-grasig im Sinne von
kräuterwürzig ausfallen. Bei jedem der mehr als 5.000 verschiedenen
deutschen Biere sorgt die jeweilige Sorte und Menge der Hopfenzugabe für
den individuellen, feinbitteren Geschmack. Der Experte empfiehlt, die Unterschiede
einmal bewusst herauszuschmecken: „Das Faszinierende am Bier
ist, dass neben Hopfen nur Malz, Hefe und Wasser daran beteiligt sind und
dennoch ein so großes Spektrum an verschiedenen Bierstilen möglich ist.“
Das „grüne Gold“ wird in Deutschland auf rund 17.600 Hektar angebaut.
Grundsätzlich unterscheidet man zwei verschiedene Hopfensorten. Den
Aroma- und den Bitterhopfen. In heimischen Gefilden dominieren die Aromasorten,
die auf rund 60 Prozent der Fläche stehen. Auf zirka 40 Prozent der
Fläche wird Bitterhopfen angebaut.

Hopfen verlangt als Standort einen gut durchwurzelbaren, tiefgründigen
Boden. Diese Voraussetzungen finden sich in den bayerischen Hopfenhochburgen
Spalt und Hallertau, in Tettnang am Bodensee, in der Eifel, im Rhein-
Pfalz-Kreis und Elbe-Saale-Gebiet, der nördlichsten Hopfenregion


Deutschlands. Meist schon von weitem sind die hohen, markanten Gestelle
mit den senkrecht gespannten Drähten zu sehen, an denen sich die
Hopfenpflanzen hochranken.

Höhepunkt der Hopfensaison sind die Monate August und September, wenn
je nach Witterung die Ernte der Hopfendolden beginnt. Nach Angaben des
Verbands Deutscher Hopfenpflanzer e.V. lag die Erntemenge 2007 hierzulande
bei über 32.000 Tonnen, das entspricht rund einem Drittel der
Hopfenernte weltweit.

Der in Deutschland angebaute Hopfen ist besonders aromatisch. Diese
Tatsache sowie die lange Anbau-Tradition und die Qualität, machen
deutschen Hopfen weltweit zu einem Bier-Rohstoff, der auch bei
ausländischen Bierbrauern hoch geschätzt wird.

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CMA-Verbrauchertipp 16/32/08
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Mo 18. Aug 2008, 17:38
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Beitrag Re: Sommerleicht und erntefrisch auf den Tisch
Kartoffelpuffer – heiß geliebt & variantenreich

Je nach Region heißen sie Datschele, Reiberdatschi, Rievekooche oder
schlicht Kartoffelpuffer. Ob traditionell mit Apfelmus, nach bayerischer Art mit
Sauerkraut oder edel mit Lachs und Dillcreme serviert – goldgelb gebraten
kommen sie immer gut an. Die Lieblinge der schnellen Küche bieten aber
auch Spielraum für überraschende Variationen.

Perfekt gelingen die kleinen Fladen mit möglichst wasserarmen Kartoffeln.
Mehligkochende Sorten sind daher erste Wahl. Für vier Portionen werden
zirka 800 Gramm benötigt. Und so geht es: Kartoffeln schälen und fein
reiben, entweder von Hand oder zeitsparend per Küchenmaschine mit
Reibeeinsatz. Ein Esslöffel Zitronensaft verhindert, dass sich die
zerkleinerten Kartoffeln verfärben. Kurz stehen lassen, dann ein Sieb mit
einem Küchentuch auslegen, die Kartoffeln hinein geben und den Saft gut
herauspressen, damit die Puffer später in der Pfanne schön kross werden.

Anschließend drei Eier, ein Esslöffel Mehl, zwei Esslöffel Rapsöl, eine Prise
Salz und eine fein gehackte Zwiebel zufügen und zu einer streichfähigen
Masse verrühren. Beliebig noch etwas Eischnee zugeben – das macht den
Teig duftig-locker. Zusätzlichen Pep bekommen die Puffer durch Gewürze
wie Muskat, Kümmel, feine Speckstreifen oder frische Kräuter. Eine raffiniert
pikante Note liefern Senfkörner, die zuvor in einer trockenen Pfanne so lange
erhitzt werden, bis sie zu springen beginnen. Ungewöhnlich: Klein gehackte
Haselnüsse oder Walnüsse im Pufferteig sorgen für besonderes Aroma und
knackigen Biss. Und als Tipp für die Familienküche: Kleine Gemüsemuffel
lassen sich durch Zugabe von geraspelten Möhren, Kohlrabi, Zucchini oder
Maiskörnern trickreich überlisten. Welcher Nachwuchs-Gourmet kann denn
schon knusprigen Reibeplätzchen widerstehen?

Als Blitz-Variante bieten sich tiefgefrorene Reibekuchen an, die unaufgetaut
in die heiße Pfanne oder in den Backofen kommen. Kartoffelpuffer
schmecken als Beilage zu Wild, Kurzgebratenem oder als Vorspeise mit
Krabbensalat oder Crème fraîche und Kaviar. Unbedingt probieren:
Kartoffelpuffer mit Ziegenkäse-Rauke-Creme. Dazu 250 Gramm
Ziegenweichkäse mit 100 Gramm Doppelrahmfrischkäse, etwas Milch und
gehackter Rauke verrühren und mit Salz und Pfeffer würzen. Oder
Kartoffelpuffer mit Tomaten-Mozzarella-Salat und Basilikum zu Türmchen
hoch schichten. Ebenfalls fein: hauchzart geschnittenen Westfälischen
Schinken und Petersilien-Sauerrahm dazu reichen.

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CMA-Verbrauchertipp 17/34/08
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Mo 18. Aug 2008, 17:42
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Beitrag Re: Sommerleicht und erntefrisch auf den Tisch
Bei Johannisbeeren die ganze Farbenpracht genießen

Johannisbeeren müssen nicht immer nur rot sein. Über weiß, rosa, champagnerfarben oder intensiv rot bis hin zu Sorten in glänzendem Schwarz reicht die Palette der variantenreichen Sommerfrüchte. Für die Gärtnerin und Landwirtin Roswitha Schemm haben alle Sorten ihre Berechtigung: „Die schwarzen punkten mit ihrem überragenden Vitamin-C-Gehalt. Die roten eignen sich durch ihre feine, leicht saure Komponente ausgezeichnet als Kochfrüchte. Und die weißen kann man direkt vom Strauch weg naschen, so aromatisch und angenehm süß schmecken sie.“ Ihren Namen verdanken die beliebten Beerenfrüchte übrigens ihrer Reifezeit um den Johannistag am 24. Juni.

Laut Statistischem Bundesamt werden Johannisbeeren hierzulande auf zirka 2.043 Hektar angebaut und nehmen damit unter den Beerenfrüchten nach den Erdbeeren Platz Zwei ein. Die größten Anbauregionen sind Baden-Württemberg, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, dicht gefolgt von Mecklenburg-Vorpommern.

Die schwarze Johannisbeere, im Volksmund auch als Gichtbeerlein bezeichnet, fand sich bereits vor 400 Jahren in Haus- und Klostergärten und galt als Heilmittel.
Tatsächlich überflügeln die schwarzen Johannisbeeren mit 175 Milligramm pro 100-Gramm-Portion die meisten Obstarten im Vitamin-C-Gehalt. Nach Untersuchungen der Forschungsanstalt Geisenheim enthält hundertprozentiger Fruchtsaft aus schwarzen Johannisbeeren im Mittel 1.300 Milligramm Vitamin C pro Liter. Selbst verdünnt als Nektar erweist er sich sogar noch als Vitamin-C-Hit. Schwarze Johannisbeeren schmecken meist etwas strenger und werden in erster Linie für Säfte, Gelees und Konfitüren verwendet. Doch beispielsweise die Sorte „Bona“ überrascht mit mildem Geschmack und eignet sich daher auch als Tafelfrucht.

Die roten Exemplare enthalten mit rund 35 Milligramm ebenfalls viel Vitamin C. Dazu kommen bei allen Johannisbeeren reichlich Fruchtsäuren, Antioxidantien, Mineralstoffe wie Kalium sowie viel Pektin, ein wertvoller Ballaststoff, der Marmeladen gut gelieren lässt. Weiße Johannisbeeren sind auf dem Markt eine ausgesprochene Rarität. Die Weiße Versailler gilt als Klassiker unter den weißen Sorten. Sie reift Anfang Juli und besticht durch unerreicht süße, champagnerfarbene Früchte. Wer die weißen Beeren kocht, erlebt allerdings eine Überraschung: Sie färben sich rötlich.

„Hauptkriterium für den Einkauf von Johannisbeeren ist, dass sie den typischen Fruchtglanz aufweisen, frisch aussehen und die Stiele und Blättchen grün sind“, rät Roswitha Schemm. Die Früchte sollten stets im Gemüsefach des Kühlschranks aufbewahrt werden, am besten geschützt durch gelöcherte Folie, damit sie nicht so schnell austrocknen. Bei null bis ein Grad halten sie sich bis zu einer Woche, vorausgesetzt die Beeren hängen noch an der Rispe und sind unverletzt. Um das feine Aroma zu bewahren, Johannisbeeren waschen, abtropfen lassen und erst dann die Beeren mit einer Gabel von den Rispen streichen. Gelees und Konfitüren mit Schwarzen Johannisbeeren bekommen mit Portwein und Johannisbeerlikör das gewisse Etwas. Blattsalat mit roten Johannisbeeren, gebratener Entenbrust und Vinaigrette aus Himbeeressig und kaltgepresstem Rapsöl findet als sommerliches Abendessen auch bei Gästen Anklang. Und hier eine Variante der berühmten Cumberlandsauce, die stets rote Johannisbeeren enthält: 1/8 Liter Johannisbeersaft mit einem halben Teelöffel grünem Pfeffer erhitzen, mit Kartoffelstärke leicht binden, ein paar frische Johannisbeeren dazu, kurz köcheln lassen und mit Balsamico-Essig abschmecken.

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Blattsalate – sanfte Behandlung schont Vitamine

Zerkleinern und Waschen unter fließendem Wasser senken laut Lebensmittelingenieurin Marianne Botta Diener den Vitamin-C-Gehalt bei Gemüse schätzungsweise um 35 Prozent. Bei schonendem Säubern betragen die Verluste dagegen nur 0,5 Prozent. Bei Blattsalaten lassen sich die wertvollen Nährstoffe am besten so erhalten: Salate grundsätzlich immer erst kurz vor dem Essen zubereiten. Dazu den Salat in einzelne Blätter zerteilen und in kaltem, stehendem Wasser waschen. Ein Liegenlassen im Wasser ist den wertvollen Inhaltsstoffen zuliebe unbedingt zu vermeiden. Daher den Salat nach kurzem Durchschwenken rasch wieder herausheben, falls nötig Wasser erneuern und Vorgang wiederholen.

Danach den Salat in einer Salatschleuder oder einem sauberen Küchentuch behutsam trocknen, denn anhaftendes Wasser lässt Salat schnell zusammenfallen und wässrig schmecken. Erst jetzt die Salatblätter in mundgerechte Stücke zerpflücken. Rasches Marinieren mit Essig oder Zitronensaft stoppt den enzymatischen Vitamin-C-Abbau. Profiköche verwenden dazu Essigzerstäuber, die den Salat gleichmäßig benetzen. Etwas Öl, zum Beispiel hochwertiges Rapsöl, hilft dem Körper, fettlösliche Vitamine aus dem Salat besser aufzunehmen. Nach dem Anmachen sollte der Salat möglichst rasch den Weg zu seinen Genießern finden.
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So kocht Deutschland – Niedersachsens süße Seite

Das gesellige Grünkohlessen im Norden der Republik ist auch in Süddeutschland bekannt. Doch ob ostfriesische Waterkant, Lüneburger Heide, norddeutsche Tiefebene, Harz oder Emsland – die Küche in Niedersachsen präsentiert sich so vielfältig wie dessen Landschaften.

Deftige Apfelsuppe, hausgemachte Apfelkuchen, Apfelchips und Apfelaperitif warten auf die Genießer im Alten Land am Elbstrom. „800 Obstbaubetriebe reihen sich entlang des Obstmarschenwegs von Hamburg bis nach Freiburg an der Elbe aneinander. Mit 10.000 Hektar zusammenhängender Fläche erweist sich das Alte Land als der größte Obstgarten Deutschlands“, erklärt Dr. Matthias Görgens vom Obstbauversuchsring in Jork, dem „Herzen“ des Alten Lands. Mit 88 Prozent dominieren Apfelbäume den Anbau, darunter auch alte Sorten wie Glockenapfel oder Gravensteiner. Die beliebten Süßkirschen sind mit fast sechs Prozent vertreten und werden bis nach Russland, Skandinavien und England exportiert. Süßkirschen mal anders – als regionales Erzeugnis harmonisch gewürzt mit einer Prise Exotik: Szechuanpfeffer verleiht der Kirschsauce das gewisse Etwas und macht sich bestens zu erfrischendem Vanillehalbgefrorenem.

Eine niedersächsische Besonderheit sind die urgemütlichen Bauernhofcafés, die ihre Gäste mit frischen, hausgemachten Kuchen verwöhnen. Unbedingt zu empfehlen: Heidjer Torte, die mit Buchweizen zubereitet und mit Sahne und Preiselbeerkompott gefüllt wird. Buchweizen, einst auch Korn der Heide genannt, spielt in Niedersachsen in allen möglichen Zubereitungsformen eine Rolle, zum Beispiel als Buchweizenpfannkuchen, feinen Buchweizenwaffeln oder Buchweizengrütze, nach alter Art mit Buttermilch, Honig und Nüssen.
Ganz royal geht es bei der Hannoverschen Welfenspeise zu. Die festliche Süßspeise besteht aus weißer Vanille- und gelber Weinschaumcreme und entspricht damit den Hausfarben der Könige von Hannover.

„Moin, is Teetied!“ In Ostfriesland ist immer Zeit für eine Tasse Tee – stilecht serviert mit einem Stückchen Kandiszucker und einem großzügigem Klacks Sahne. Der Ostfriese liebt seinen Tee auch mit knusprigen, hauchzarten Waffeln, mit Heidesand, herrlich mürben Keksen in Talerform, die im Mund geradezu zerschmelzen, oder mit Butterkuchen frisch vom Blech.

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CMA-Verbrauchertipp 10/20/08
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Mo 18. Aug 2008, 17:47
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Beitrag Re: Sommerleicht und erntefrisch auf den Tisch
Sommer, Sonne, kreatives Backvergnügen!

Fruchtig-leicht und farbenfroh: Obstkuchen und Sommertorten mit frischen
Beerenfrüchten versüßen die warme Jahreszeit. Backprofi Karen Schulz hat
Tipps für fantasievolle Kreationen mit Pep und wenig Aufwand.

Mit Sommertorten verbindet die Foodjournalistin Karen Schulz vor allem
frische Früchte. Ihr Tipp: Blätterteigstreifen mit Minzsahne und Süßkirschen,
ein Erfolgsrezept aus der eigenen Versuchsküche. „Das klappt blitzschnell
und ist die perfekte Lösung, wenn die Gäste mit dem Fuß schon in der Tür
stehen“, weiß Karen Schulz. Ein Blätterteigrechteck, aus der Tiefkühltruhe ist
rasch zur Hand und bräunt etwas dünner ausgerollt im heißen Ofen in nur
zehn Minuten. Mit einem Päckchen Sahnesteif, fünf Tropfen Minzöl und zwei
Esslöffeln Puderzucker lässt sich süße Sahne zwischenzeitlich in einen luftigaromatischen Sahnetraum verwandeln. Noch ein paar Blättchen fein
gehackte Minze dazu, mit entsteinten Kirschen sowie waagerecht halbiertem
Blätterteig dekorativ schichten und mit Schokoraspeln und ein paar
Minzeblättern garnieren, fertig. Das Ganze dauert plus Auftau- und
Abkühlzeit gerade mal zirka 35 Minuten.

Wer als Fan spontaner Gastlichkeit seine Lieben oder Freunde stressfrei
verwöhnen möchte, legt sich Torten auf Eis. „Quark- oder Frischkäsetorten
mit Mürbteigboden lassen sich sehr gut einfrieren und sind in ein bis zwei
Stunden schnell wieder aufgetaut“, informiert die Backspezialistin Karen
Schulz. Mit frischen Beeren dekoriert sehen sie hinterher wie eben gezaubert
aus. Allerdings mögen es nicht alle Backwaren kalt. Sahnetorten laufen beim
Auftauen auseinander, auch Torten mit Baiser oder Blätterteig eignen sich
nicht für den Kälteschlaf. „Fantastisch funktioniert Einfrieren dagegen bei
Kuchen aus Hefeteig. Nach dem Auftauen einfach noch einmal kurz für fünf
bis zehn Minuten in den heißen Ofen stellen. Danach duften und schmecken
Zwetschenkuchen & Co. so köstlich und einladend, dass jeder sie für frisch
gebacken hält“, lautet ein weiterer Tipp der Expertin.

Immer wieder fein: der klassische Biskuitboden für Obstkuchen. „Das geht
ratzfatz und enthält kaum Fett. Biskuitboden ist eine relativ kalorienarme,
locker-flockige Basis und lässt sich mit allem belegen, was Obstgarten und
Marktstand je nach Saison bieten“, erklärt Karen Schulz. Traditionell kommt
Tortenguss auf die Früchte. Er hält diese auf dem Boden zusammen und
sorgt dafür, dass sie nicht austrocknen. Tortenguss mit Fruchtsaft oder einer
Mischung aus Holunderblütensirup und Wasser raffiniert angerührt, hat laut
Karen Schulz noch jeden Gast überrascht. Holunderblüten- oder
Waldmeistersirup schmeckt sehr gut zu Erdbeeren, Mandelsirup passt

hervorragend zu Kirschen. Appetit auf Rührteigkuchen mit Zwetschen? 200 g
Marzipanrohmasse, auf einen Teig mit 500 g Mehl gerechnet, mit einer
Haushaltsreibe raspeln und unter den Teig mischen – das ergibt zusammen
mit Zwetschen eine wunderbare Kombination, so die Expertin. Auch Baiser
liefert eine feine Unterlage für Früchte. „Das Eiweißgebäck lässt sich super
vorbereiten und abgekühlt in einer Frischhaltedose mehrere Wochen
aufbewahren“, weiß Karen Schulz. Dann nur noch Schlagsahne mit etwas
aufgelöstem Instant-Espresso aromatisieren, auf den Baisers mit frischen
Brombeeren oder Kirschen anrichten, und schon kann das sommerliche
Essvergnügen beginnen. Soll der Ofen kalt bleiben, sind Kühlschranktorten
eine erfrischende Alternative.

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CMA-Verbrauchertipp 15/30/08
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Mo 18. Aug 2008, 17:53
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Beitrag Re: Sommerleicht und erntefrisch auf den Tisch

Außen Gemüse & innen Geheimnis

Hier warten Endeckerfreuden: Viele Gemüse überraschen als essbare
Päckchen, dienen zartem Innenleben als schützender Mantel oder bieten
Raum für feine Füllungen. Da machen bei Tisch nicht nur Kinder große
Augen. Für kulinarische Versteckspiele eignen sich Fruchtgemüse aller Art,
größere Knollen und Wurzeln sowie Kohl- und Blattgemüse.

Riesenchampignons schmecken köstlich, wenn sie mit einer Mischung aus
fein zerkleinerten, in Butter angedünsteten Pilzstielen, Knoblauch, Petersilie
und geriebenem Bergkäse gefüllt werden. Anschließend darf das Wetter
entscheiden, ob es heißt: ab zum Garen in den Backofen oder auf den Grill.
Auch Tomaten mit leckerem Inhalt wie feines Bratwurstbrät oder dem
Klassiker Mozzarella, Basilikum und knusprigen Brotcroûtons entwickeln ein
feines Aroma. Am besten eignen sich große Fleischtomaten.

Zucchini oder Schmorgurken lassen sich perfekt zum Schiffchen für pikante
Hackfleischfüllungen umfunktionieren. Das ausgehöhlte Gemüsefruchtfleisch
aber auf keinen Fall wegwerfen, sondern fein zerkleinern, andünsten und als
Basis für die Farce oder als Sauce weiter verwenden. Eine italienische
Spezialität sind gefüllte Zucchiniblüten. Wichtig ist hierbei, vor dem Füllen
den Kelch der Blüten behutsam mit den Händen zu öffnen und den Stempel
im Inneren mit einem kleinen Messer vorsichtig abzuschneiden, so dass die
Blüten unverletzt bleiben. Fein zum Füllen: Ratatouille, Pesto oder eine
Creme aus Frischkäse und Kräutern. Delikate Zucchiniblüten sind jedoch nur
im Sommer zu haben.

Aromatische Hüllen für Hackfleisch, Gemüsefarce und andere feine
Füllungen liefern Blätter, beispielsweise von Chinakohl, Wirsing, Spitzkohl,
Romanasalat, Spinat oder Mangold. Das sieht nicht nur gut aus, sondern
schützt zartes Innenleben vor dem Austrocknen. Für vier Portionen braucht
man acht schöne, große Blätter. Von feineren Blättern, wie Romana, nimmt
man 16 Stück und legt jeweils zwei übereinander. Damit sich die Blätter
formen lassen, werden sie in kochendem Salzwasser kurz blanchiert und
anschließend in Eiswasser abgeschreckt – so behalten sie ihre Farbe.

Danach werden sie auf Küchenkrepp ausgebreitet, trocken getupft und falls
nötig, die mittlere Rippe flach geschnitten. Die Blätter mit der Füllung
bestreichen, seitliche Ränder einschlagen und von der schmaleren Seite her
aufrollen. Festere Blätter von Wirsing oder Chinakohl sollte man noch mit
Küchengarn umbinden. Kohlrouladen sind übrigens keinesfalls eine deutsche
Erfindung. Auch in Ungarn, Griechenland oder China finden sich zahlreiche
Gerichte mit würzigem Hackfleisch in raffinierter Blätterhülle.
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CMA-Verbrauchertipp 15/30/08
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Mo 18. Aug 2008, 17:57
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Beitrag Re: Sommerleicht und erntefrisch auf den Tisch
Quelle: aid.de 26/09

Die Kichererbse
Ein Hauch von Orient
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(aid) - Ein Blick auf die Speisekarte beim Türken oder Inder um die Ecke zeigt es: Kichererbsen sind ein fester Bestandteil der Speisen im Nahen und Mittleren Osten. Aber auch aus deutschen Küchen dringen zunehmend orientalische Gerüche.
Ursprünglich stammt die Kichererbse aus Vorderasien wo sie schon vor 8000 Jahren verzehrt wurde. In der Antike gelangte sie nach Nordafrika und Indien und die Römer nahmen sie dann aus Pompeji mit, um sie schließlich auch im Mittelmeerraum zu beheimaten. Daher stammt das Wort "Kicher" auch vom lateinischen Begriff für Erbse: cicer (sprich: kiker). Daraus wurde im Althochdeutschen dann "Kihhira" und schließlich ihr heutiger Vorname "Kicher". Die Kichererbse ist somit streng genommen eine Erbseerbse. Immer noch wird sie vor allem in ihren Ursprungsländern, aber auch in Mexiko und im Mittelmeerraum angebaut. Dort ist sie Grundlage für die bekannten Falafel-Bällchen in der Türkei, für viele Couscous-Gerichte im Arabischen Raum und dem Hummus im Nahen Osten.

Ihre Verbreitung auf der ganzen Welt verdankt die Kichererbse ihren vielseitigen Einsatzmöglichkeiten in der Küche. Und zwar zu Recht, denn sie ist ein wahres Multitalent. Ihr nussiges Aroma passt nämlich zu Eintöpfen, als Beilage zu Fleisch und Salaten, zu Reisgerichten als Fleischersatz oder als Püree. Sie wird zu Brotaufstrichen oder Dips verarbeitet und sogar für süße Backwaren verwendet. Für das heimische Kochvergnügen hat man die Wahl zwischen der größeren, rundlich, beige-gelben Kichererbse aus dem Mittelmeerraum und Lateinamerika oder der kleinen, kantigen, farbigen Sorte aus Indien. Die getrockneten Kichererbsen müssen jedoch vor dem Garen mindestens zwölf Stunden, am besten über Nacht in Wasser einweichen. Die oben schwimmenden Erbsen sollten dabei aussortiert und weggeworfen werden, denn diese quellen nicht im Wasser und bleiben auch beim Kochen hart. Für ganz Eilige gibt es im Handel auch vorgegarte Dosenerbsen. Diese müssen nur noch kurz mitgekocht werden. Und selbst nach längeren Garzeiten behält die Kichererbse dann ihre Form und bleibt fest. Aber auch das Kichererbsenmehl ist nahezu überall einsetzbar. Es kann zum Beispiel die Basis von aromatischen Pfannkuchen sein, als Grundlage von Saucen genutzt werden oder für einen Pizzateig herhalten. Die Kichererbse eignet sich auch gut zum Rösten in der Pfanne. Die Griechen knabbern sie wie Nüsse zum Ouzo.

Und nun noch eine gute Nachricht für Magenempfindliche: die Kichererbse hat das geringste Blähpotenzial unter den Hülsenfrüchten. Und auch sonst können sich ihre Inhaltsstoffe sehen lassen. Sie enthält Mineralstoffe wie Kalium, Phosphor, Kalzium und Magnesium und reichlich an den Spurenelementen von Eisen, Kupfer und Zink. Aber vor allem die B-Vitamine sowie die essenziellen, also für den Körper unentbehrlichen Aminosäuren Arginin, Leucin und Lysin machen sie so wertvoll. Außerdem sorgt die Kichererbse mit fast 20 Prozent Eiweiß und über 40 Prozent insbesondere langkettiger Kohlenhydrate für eine lang anhaltende Sättigung. Und mit nur 150 g Kichererbsen deckt man sogar die Empfehlung der täglichen Zufuhr an Ballaststoffen.
aid, Andrea Kornblum

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So 5. Jul 2009, 13:57
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